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wir handeln nachhaltig.
aus liebe zu unserer heimat!

Als Winzer im Durbachtal leben wir mit und von der Natur, und das schon seit Generationen.
Mutter Erde hat es hier sehr gut mit uns gemeint und uns mit allerbesten Voraussetzungen gesegnet. Es liegt jedoch nicht immer in unserer Hand, wie die Ernte am Ende ausfällt, denn viele Faktoren können wir nicht beeinflussen. Dies macht uns auch ein wenig demütig gegenüber den Kräften der Natur, die uns immer wieder staunen lässt – am meisten ob ihrer Schönheit und Schätze, die wir in so wunderbarer Weise genießen dürfen. Wer darauf nicht mit Respekt reagiert, hat nichts verstanden!

Ökologie ist für uns darum vor allem eine Frage der inneren Haltung, die von der Liebe zu unserer Heimat, dem Durbachtal geprägt ist. Umweltschutzverordnungen, Gesetze und Öko-Zertifikate sind in viele Fällen sicher sinnvoll, ersetzen aber nicht das Wissen und die Erfahrung, auf die unsere Winzerfamilien zurückblicken können. Vor allem ersetzen sie nicht das verantwortungsvolle Handeln, das auf Einsicht beruht.

Es sind oft viele kleine, alltägliche Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, die in der Summe durchaus etwas bewegen und jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Wir haben intern dazu aufgerufen, dass sich ein jeder Gedanken über dieses Thema machen möge. Das Ergebnis möchten wir Ihnen gerne präsentieren – vielleicht führt dies bei dem ein oder anderen zu neuen Erkenntnissen oder dient der Inspiration ...

folgende ökologisch wichtige aspekte oder freiwillige
umweltschutzmaßnahmen kommen bei uns in durbach
– z.t. sogar schon seit generationen – zum tragen:

1.im rebberg und weinbau

  • In unseren Dubacher Steillagen werden aufgrund der Hangneigung so gut wie keine Maschinen eingesetzt und die Arbeiten werden überwiegend per Hand erledigt. Eine Bodenverdichtung – im Weinbau quasi eine »Volkskrankheit« – wird so verhindert.
  • Die Weinberge sind in vielen Durbacher Lagen von alten Trockenmauern geprägt, die speziellen Pflanzen und Tieren ihr benötigtes trocken-heißes Habitat bieten.
  • Zur Erhöhung der Artenvielfalt, zur Düngung und Belebung des Bodens sowie als Schutz vor Austrocknung und Erosion werden die Weinberge begrünt.
  • Steilstlagen werden zum Teil in Querterrassen angelegt, um eine zukunftssichere Bewirtschaftung zu ermöglichen. Die Böschungen werden durch  naturnahe Vegetation entsprechend begrünt, um optimale Bedingungen für Pflanzen und Tiere zu bieten. Ebenso sind in unseren Weinbergen zahlreiche geschützte Biotope zu finden, die als wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten gelten.
  • Viele Winzer und Landwirte sind selbst noch Imker und legen jedes Jahr in Ihren Obst- und Weinbauflächen Bienenweiden und Blühstreifen an, um Nahrungsgrundlagen und Heimat für Bienen zu schaffen.
  • Bei Pflanzenschutz und Düngung gilt die Devise »so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig«. Wir arbeiten dabei präventiv, anstelle von kurativ. Viele erfolgreiche Konzepte aus dem ökologischen Anbau werden bei uns auch im konventionellen Weinanbau eingesetzt.
  • Um den Pflanzenschutz auf das Nötigste zu reduzieren ist eine gute fachliche Ausbildung eine wichtige Voraussetzung. Pflanzenschutz darf bei uns darum nur von geschultem und fachkundigem Personal ausgebracht werden. Das erforderliche Fachwissen muss durch entsprechende Schulungen jährlich aufgefrischt werden. Darüber hinaus werden Pflanzenschutzgeräte regelmäßig einem TÜV unterzogen.  Beim Ausbringen von Pflanzenschutz ist auf die Verträglichkeit für die Umwelt zu achten und ein optimaler, windstiller Einsatzzeitpunkt wird mit Prognosegeräten errechnet.
  • Als biologischer oder biotechnischer Pflanzenschutz zur Befalls- und Flugüberwachung bzw. zur Befallsminderung setzen wir auf die Verwirrmethode durch Pheromone. Dies macht z.B. Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Traubenwicklers überflüssig.
  • Zur Bekämpfung der Kirschessigfliege werden von Bio-Winzern die gleichen Präparate eingesetzt, da von der Kirschessigfliege befallenes Trauben- und Obstgut nicht mehr verwertbar ist.
  • Zum Erhalt der Steillagen und um dort nur ganz gezielt möglichst wenig Pflanzenschutz zu betreiben setzen wir auf modernste Drohnen-Technik.
  • Pilzwiderstandsfähige Rebsorten – sogenannte Piwis – wie z.B. Sauvignier Gris kommen immer mehr zum Einsatz. Da diese Rebsorten unempfindlich gegen Pilzkrankheiten sind, kann der Einsatz von Fungiziden besser kontrolliert und auf ein Minimum reduziert werden.
  • Rappen und Traubenkerne werden wieder als Humus in die Reben eingebracht. Das bedeutet eine nachhaltige und umweltschonende Kreislaufwirtschaft und die komplette Verwertung der Traube. Nach dem Rebschnitt wird auch das Rebholz als Humus in den Boden eingearbeitet. In zugänglichen Lagen bzw. überall dort, wo es möglich ist kommt organischer Dünger aus getrocknetem Hühner- oder Pferdemist zum Einsatz.
  • Um unnötigen Kraftstoff zu sparen und den Boden vor Verdichtungen zu schützen, werden viel Weinbergarbeiten kombiniert bzw. zeitgleich ausgeführt.
  • Viele Winzer und Landwirte heizen mit nachwachsenden Rohstoffen (Holz) – meistens aus eigener Produktion – und produzieren auf Ihren Dächern selbst Strom und warmes Wasser.
  • Wir setzen auf Kleinstrukturen anstelle von Monokulturen, um die ländlichen Existenzen und die Lebensmittelqualität zu sichern.

2.kellertechnik und füllung

  • Um Energie einzusparen werden nach und nach im kompletten technischen Bereich und im Keller alle Lampen auf die neueste LED Technik umgestellt.
  • Außerdem soll in naher Zukunft die gesamte Elektronik im Keller erneuert werden, was eine wesentliche Energieeinsparung zur Folge hätte.
  • Wir haben eine große 132-KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach, mit der wir klimaneutral unsere eigene Energie erzeugen.
  • Der Solarstrom wird unter anderem verwendet, um Wasser für unsere Gärtanks zu kühlen – die komplette Kühleinheit wird mit unserem eigenen Strom betrieben!
  • Dieses geschlossene Kühlsystem verbraucht nur einmalig bei Befüllung Wasser und arbeitet somit so ressourcenschonend wie möglich.
  • Zu unserem geringeren Wasserverbrauch trägt außerdem die Erneuerung der Füllanlage in den Jahren 2018 bis 2019 hin zur neuesten Technik der Flaschensterilisation bei. Der Einsatz von neuen,  frequenzgesteuerten Motoren für die Bänder reduziert den Stromverbrauch erheblich, Schmiermittel entfallen dank der neuen Technik komplett.
  • Bei den neuen Pumpen und Rührwerken für die Weinbereitung wurde ebenfalls auf energieeffiziente frequenzgesteuerte Motoren gesetzt.

3.verkauf und vinothek

  • Gläserspülmaschinen, Kühleinheiten und Klimaanlagen entsprechen der neuesten Technik und den neusten Energieeffizienz Richtlinien.
  • Sämtliche Leuchtmittel im Büro und der Vinothek wurden bereits auf die LED-Technik umgestellt um Energie einzusparen.
  • Mehrwegsystem bei Literflaschen, um hier die Herstellung von Neuglas zu reduzieren, welches immer mit einem hohen Energieeinsatz verbunden ist. Die gebrauchten Literflaschen werden bei einem Partner in einer großen Spülanlage energiearm gereinigt.
  • Der Einsatz von Plastiktüten wurde komplett eingestellt. Falls notwendig, werden Kartons verwendet.
  • Bei Geschenken, Magnumflaschen sowie hochwertigen Weinen und Sekten vermeiden wir den Einsatz von Folienverpackungen. Für unsere Weine verwenden wir entweder wiederverwertbare 6er Kartons oder 6er Kunststoffkisten im Mehrwegsystem.
  • Um Plastikmüll zu vermeiden, werden unsere Display-Paletten nicht mehr mit Kunststoff ummantelt, sondern mit Karton für den Transport geschützt.
  • Bündelung diverser Termine im Außendienst, um unnötige zusätzliche Kilometer zu vermeiden.
  • Einsatz von E-Autos angedacht, sobald die Technik/Reichweite der Autos für unseren Betrieb passt.
  • Unser Betrieb wird jedes Jahr IFS – Zertifiziert. Auch hier werden Energieeffizienz und Umweltthemen geprüft und bewertet.

4.lager und logistik

  • Unsere LKW sind mit der neuesten Motorentechnik (EURO Norm 4) ausgestattet und fahren zusätzlich mit AdBlue, was zur Reduzierung der Stickoxidemissionen beiträgt.
  • Effiziente Disposition und Planung unseres Fuhrparks sorgen dafür, dass keine Leerfahrten entstehen. Weiter entfernte Kunden werden mit Speditionen angefahren, da diese ihre Routen ebenfalls effektiv und energiesparend planen können.
  • Wir trennen unseren Müll penibel nach Wertstoffen, Altmetall, Edelstahl usw. und entsorgen diesen über professionelle Wiederverwerter. Nichtverwertbarer Restabfall wird dadurch weitestgehend vermieden.

5.büro und kommunikation

  • Aktionsprogramm »Papierloses Büro« – unter diesem Arbeitstitel haben wir u.a. den Rechnungsversand auf E-Mail umgestellt. Eingehende Rechnungen werden per E-Mail und nicht per Post angefordert. Die Lohnabrechnungen unserer Mitarbeiter versenden wir per E-Mail.
  • Auch unsere Sortimentslisten und Angebote haben wir digitalisiert, um nach und nach auf E-Mail-Versand umzustellen.
    Achtung: Hierfür sind wir auf die Unterstützung unserer Kunden angewiesen, da wir aufgrund des Datenschutzgesetztes vorab immer erst die Zustimmung des Empfängers benötigen. Wenn Sie zukünftig Informationen über unser Sortiment oder unsere Angebote der Umwelt zuliebe per E-Mail erhalten möchten, können Sie sich hier anmelden.
  • Beim Druck von Informations- und Werbemedien achten wir auf die Verwendung von Umweltpapier.
  • Bei der Kundenkommunikation setzen wir verstärkt auf soziale Medien und weniger auf Print-Medien, Zeitungen oder Flyer.
  • Wenn ein postalischer Versand notwendig ist, dann immer mit dem »Go Green« Konzept, also durch E-Autos der Deutschen Post.
  • Wenn intern etwas ausgedruckt werden muss, dann auf »Schmierpapier«, das bereits rückseitig bedruckt ist.
  • Unsere Computer und Monitore erfüllen neuste Energieeffizienz-Richtlinien.

6.mitarbeiter und soziales

  • Ausgezeichnet von der Landesregierung Baden-Württemberg als ehrenamtsfreundlicher Betrieb und Auszeichnung als »Partner der Feuerwehr«: Bei uns arbeiten insgesamt fünf Feuerwehrleute der freiwilligen Feuerwehr von Durbach, die bei jedem Einsatz freigestellt werden und den Betrieb verlassen dürfen.
  • Als einer der größten Arbeitgeber im Ort tragen wir Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, aber vor allem auch gegenüber 230 Winzerfamilien im Ort.
  • Wir sind ein Ausbildungsbetrieb und bilden jedes Jahr mehrere junge Menschen als Groß- und Außenhandelskaumann/-frau und Weintechnologen/-in aus.
  • Wir fördern das Gemeinwesen und engagieren uns für die Belange der Gemeinde Durbach unter verschiedenen Aspekten (z.B. beim Spielplatzbau mit kostenlosen Barrique- und großen Holzfässern, neugestaltete Blumenwiese vor der Genossenschaft, als Gründungsmitglied der Bürgerstiftung Durbach und Unterstützer regionaler Vereine).
  • Job Bike: Pro Mitarbeiter können 2 Job-Bikes geleast werden. Durch das Fördern des Fahrrads soll die Gesundheit der Mitarbeiter und
    der Abgas-Ausstoß der Autos verringert werden.