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wir handeln nachhaltig.
aus liebe zu unserer heimat!

Als Winzer im Durbachtal leben wir mit und von der Natur, und das schon seit Generationen.
Mutter Erde hat es hier sehr gut mit uns gemeint und uns mit allerbesten Voraussetzungen gesegnet. Es liegt jedoch nicht immer in unserer Hand, wie die Ernte am Ende ausfällt, denn viele Faktoren können wir nicht beeinflussen. Dies macht uns auch ein wenig demütig gegenüber den Kräften der Natur, die uns immer wieder staunen lässt – am meisten ob ihrer Schönheit und Schätze, die wir in so wunderbarer Weise genießen dürfen. Wer darauf nicht mit Respekt reagiert, hat nichts verstanden!

Ökologie ist für uns darum vor allem eine Frage der inneren Haltung, die von der Liebe zu unserer Heimat, dem Durbachtal geprägt ist. Umweltschutzverordnungen, Gesetze und Öko-Zertifikate sind in viele Fällen sicher sinnvoll, ersetzen aber nicht das Wissen und die Erfahrung, auf die unsere Winzerfamilien zurückblicken können. Vor allem ersetzen sie nicht das verantwortungsvolle Handeln, das auf Einsicht beruht.

Es sind oft viele kleine, alltägliche Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit, die in der Summe durchaus etwas bewegen und jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Wir haben intern dazu aufgerufen, dass sich ein jeder Gedanken über dieses Thema machen möge. Das Ergebnis möchten wir Ihnen gerne präsentieren – vielleicht führt dies bei dem ein oder anderen zu neuen Erkenntnissen oder dient der Inspiration ...

Was haben wir bereits erreicht:
In den letzten 4 Jahren konnten wir durch intelligente Investitionen
und kreative neue Betriebsabläufe unseren Stromverbrauch um 25,8% reduzieren. Ebenso haben wir im gleichen Zeitraum den Wasserverbraucht um 14,7% senken können und unsere bereits vor 10 Jahren installierte große Photovoltaikanlage ist frisch gereinigt und produziert im Jahr durchschnittlich 220.000 KWH.

folgende ökologisch wichtige aspekte oder freiwillige
umweltschutzmaĂźnahmen kommen bei uns in durbach
– z.t. sogar schon seit generationen – zum tragen:

1.im rebberg und weinbau

  • In unseren Dubacher Steillagen werden aufgrund der Hangneigung so gut wie keine Maschinen eingesetzt und die Arbeiten werden ĂĽberwiegend per Hand erledigt. Eine Bodenverdichtung – im Weinbau quasi eine »Volkskrankheit« – wird so verhindert.
  • Die Weinberge sind in vielen Durbacher Lagen von alten Trockenmauern geprägt, die speziellen Pflanzen und Tieren ihr benötigtes trocken-heiĂźes Habitat bieten.
  • Zur Erhöhung der Artenvielfalt, zur DĂĽngung und Belebung des Bodens sowie als Schutz vor Austrocknung und Erosion werden die Weinberge begrĂĽnt.
  • Steilstlagen werden zum Teil in Querterrassen angelegt, um eine zukunftssichere Bewirtschaftung zu ermöglichen. Die Böschungen werden durch  naturnahe Vegetation entsprechend begrĂĽnt, um optimale Bedingungen fĂĽr Pflanzen und Tiere zu bieten. Ebenso sind in unseren Weinbergen zahlreiche geschĂĽtzte Biotope zu finden, die als wichtiger Lebensraum fĂĽr viele Tier- und Pflanzenarten gelten.
  • Viele Winzer und Landwirte sind selbst noch Imker und legen jedes Jahr in Ihren Obst- und Weinbauflächen Bienenweiden und BlĂĽhstreifen an, um Nahrungsgrundlagen und Heimat fĂĽr Bienen zu schaffen.
  • Bei Pflanzenschutz und DĂĽngung gilt die Devise »so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig«. Wir arbeiten dabei präventiv, anstelle von kurativ. Viele erfolgreiche Konzepte aus dem ökologischen Anbau werden bei uns auch im konventionellen Weinanbau eingesetzt.
  • Um den Pflanzenschutz auf das Nötigste zu reduzieren ist eine gute fachliche Ausbildung eine wichtige Voraussetzung. Pflanzenschutz darf bei uns darum nur von geschultem und fachkundigem Personal ausgebracht werden. Das erforderliche Fachwissen muss durch entsprechende Schulungen jährlich aufgefrischt werden. DarĂĽber hinaus werden Pflanzenschutzgeräte regelmäßig einem TĂśV unterzogen.  Beim Ausbringen von Pflanzenschutz ist auf die Verträglichkeit fĂĽr die Umwelt zu achten und ein optimaler, windstiller Einsatzzeitpunkt wird mit Prognosegeräten errechnet.
  • Als biologischer oder biotechnischer Pflanzenschutz zur Befalls- und FlugĂĽberwachung bzw. zur Befallsminderung setzen wir auf die Verwirrmethode durch Pheromone. Dies macht z.B. Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Traubenwicklers ĂĽberflĂĽssig.
  • Zur Bekämpfung der Kirschessigfliege werden von Bio-Winzern die gleichen Präparate eingesetzt, da von der Kirschessigfliege befallenes Trauben- und Obstgut nicht mehr verwertbar ist.
  • Zum Erhalt der Steillagen und um dort nur ganz gezielt möglichst wenig Pflanzenschutz zu betreiben setzen wir auf modernste Drohnen-Technik.
  • Pilzwiderstandsfähige Rebsorten – sogenannte Piwis – wie z.B. Sauvignier Gris kommen immer mehr zum Einsatz. Da diese Rebsorten unempfindlich gegen Pilzkrankheiten sind, kann der Einsatz von Fungiziden besser kontrolliert und auf ein Minimum reduziert werden.
  • Rappen und Traubenkerne werden wieder als Humus in die Reben eingebracht. Das bedeutet eine nachhaltige und umweltschonende Kreislaufwirtschaft und die komplette Verwertung der Traube. Nach dem Rebschnitt wird auch das Rebholz als Humus in den Boden eingearbeitet. In zugänglichen Lagen bzw. ĂĽberall dort, wo es möglich ist kommt organischer DĂĽnger aus getrocknetem HĂĽhner- oder Pferdemist zum Einsatz.
  • Um unnötigen Kraftstoff zu sparen und den Boden vor Verdichtungen zu schĂĽtzen, werden viel Weinbergarbeiten kombiniert bzw. zeitgleich ausgefĂĽhrt.
  • Viele Winzer und Landwirte heizen mit nachwachsenden Rohstoffen (Holz) – meistens aus eigener Produktion – und produzieren auf Ihren Dächern selbst Strom und warmes Wasser.
  • Wir setzen auf Kleinstrukturen anstelle von Monokulturen, um die ländlichen Existenzen und die Lebensmittelqualität zu sichern.
  • Durch den Einsatz von Pflanzenkohle reduzieren wir KunstdĂĽnger. Pflanzenkohle ist ein durch die Verkohlung von Biomasse gewonnenes Material, das als „Terra Preta“ (= schwarze Erde) bereits bei den Inkas bekannt war. Die Biomasse hierfĂĽr (z.B. GrĂĽnschnitt, Ă„ste usw.) wird mit wenig Sauerstoff verbrannt, wodurch hochporöse Pflanzenkohle entsteht. Diese beflĂĽgelt nicht nur den Humusaufbau im Rebberg, sondern bindet auch aktiv CO2. Diese Art der DĂĽngung erhöht zudem die Speicherung von Waser.

2.kellertechnik und fĂĽllung

  • Um Energie einzusparen werden nach und nach im kompletten technischen Bereich und im Keller alle Lampen auf die neueste LED Technik umgestellt.
  • AuĂźerdem soll in naher Zukunft die gesamte Elektronik im Keller erneuert werden, was eine wesentliche Energieeinsparung zur Folge hätte.
  • Wir haben eine groĂźe 132-KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach, mit der wir klimaneutral unsere eigene Energie erzeugen.
  • Der Solarstrom wird unter anderem verwendet, um Wasser fĂĽr unsere Gärtanks zu kĂĽhlen – die komplette KĂĽhleinheit wird mit unserem eigenen Strom betrieben!
  • Dieses geschlossene KĂĽhlsystem verbraucht nur einmalig bei BefĂĽllung Wasser und arbeitet somit so ressourcenschonend wie möglich.
  • Zu unserem geringeren Wasserverbrauch trägt auĂźerdem die Erneuerung der FĂĽllanlage in den Jahren 2018 bis 2019 hin zur neuesten Technik der Flaschensterilisation bei. Der Einsatz von neuen,  frequenzgesteuerten Motoren fĂĽr die Bänder reduziert den Stromverbrauch erheblich, Schmiermittel entfallen dank der neuen Technik komplett.
  • Bei den neuen Pumpen und RĂĽhrwerken fĂĽr die Weinbereitung wurde ebenfalls auf energieeffiziente frequenzgesteuerte Motoren gesetzt.
  • Rund 64% unserer Weinflaschen werden bis heute mit Nassleim-Etiketten ausgestattet, da diese sehr nachhaltig sind und viele Vorteile haben. Nur dort wo es aus Design- bzw. technischen GrĂĽnden nicht möglich ist, kommen SK- (=Selbstklebe)etiketten zum Einsatz.
    Bei Nassleimetiketten fällt z.B. kaum Abfall an, denn im Gegensatz zu SK Material gibt es weder einen Rollenkern noch zusätzliches Trägerband, das nach der Etikettierung entsorgt werden muss. Zudem kann bei der Etikettenherstellung der Druckbogen besser ausgenutzt werden, was zu erheblichen Materialeinsparungen führt. Dies ermöglicht auch eine effiziente Lagerhaltung. Daran gekoppelt sind im weiteren Sinne auch Energiekosten für die benötigte Lagerfläche, denn für die gleiche Menge SK-Etiketten wird deutlich mehr Lagerplatz benötigt.
    Der größte Vorteil von Nassleimetiketten ist jedoch, dass diese abwaschbar bzw. besser ablösbar sind und die Flaschen darum im Mehrwegsystem wiederverwendet werden können.

3.verkauf und vinothek

  • GläserspĂĽlmaschinen, KĂĽhleinheiten und Klimaanlagen entsprechen der neuesten Technik und den neusten Energieeffizienz Richtlinien.
  • Sämtliche Leuchtmittel im BĂĽro und der Vinothek wurden bereits auf die LED-Technik umgestellt um Energie einzusparen.
  • Mehrwegsystem bei Literflaschen, um hier die Herstellung von Neuglas zu reduzieren, welches immer mit einem hohen Energieeinsatz verbunden ist. Die gebrauchten Literflaschen werden bei einem Partner in einer groĂźen SpĂĽlanlage energiearm gereinigt.
  • Der Einsatz von PlastiktĂĽten wurde komplett eingestellt. Falls notwendig, werden Kartons verwendet.
  • Bei Geschenken, Magnumflaschen sowie hochwertigen Weinen und Sekten vermeiden wir den Einsatz von Folienverpackungen. FĂĽr unsere Weine verwenden wir entweder wiederverwertbare 6er Kartons oder 6er Kunststoffkisten im Mehrwegsystem.
  • Um PlastikmĂĽll zu vermeiden, werden unsere Display-Paletten nicht mehr mit Kunststoff ummantelt, sondern mit Karton fĂĽr den Transport geschĂĽtzt.
  • BĂĽndelung diverser Termine im AuĂźendienst, um unnötige zusätzliche Kilometer zu vermeiden.
  • Einsatz von E-Autos angedacht, sobald die Technik/Reichweite der Autos fĂĽr unseren Betrieb passt.
  • Unser Betrieb wird jedes Jahr IFS – Zertifiziert. Auch hier werden Energieeffizienz und Umweltthemen geprĂĽft und bewertet.
  • Wir bieten neben verschiedenen Weinen auch Secco in KEG-Fässern an. Diese sind zwischen 20,5 L und 40 L groĂź und können, ähnlich wie Bier, an eine Zapfanlage angeschlossen werden. KEGs sind beim Wein zwar bisher noch die Ausnahme, aber umwelttechnisch ein echter Fortschritt, denn sie ersetzen jede Menge Glas, das bei der Herstellung viel Energie benötigen wĂĽrde. Da wir eine SpĂĽlanlage fĂĽr KEG-Fässer besitzen, können diese von uns flexibel und mehrfach verwendet werden.

4.lager und logistik

  • Unsere LKW sind mit der neuesten Motorentechnik (EURO Norm 4) ausgestattet und fahren zusätzlich mit AdBlue, was zur Reduzierung der Stickoxidemissionen beiträgt.
  • Effiziente Disposition und Planung unseres Fuhrparks sorgen dafĂĽr, dass keine Leerfahrten entstehen. Weiter entfernte Kunden werden mit Speditionen angefahren, da diese ihre Routen ebenfalls effektiv und energiesparend planen können.
  • Wir trennen unseren MĂĽll penibel nach Wertstoffen, Altmetall, Edelstahl usw. und entsorgen diesen ĂĽber professionelle Wiederverwerter. Nichtverwertbarer Restabfall wird dadurch weitestgehend vermieden.

5.bĂĽro und kommunikation

  • Aktionsprogramm »Papierloses BĂĽro« – unter diesem Arbeitstitel haben wir u.a. den Rechnungsversand auf E-Mail umgestellt. Eingehende Rechnungen werden per E-Mail und nicht per Post angefordert. Die Lohnabrechnungen unserer Mitarbeiter versenden wir per E-Mail.
  • Auch unsere Sortimentslisten und Angebote haben wir digitalisiert, um nach und nach auf E-Mail-Versand umzustellen.
    Achtung: Hierfür sind wir auf die Unterstützung unserer Kunden angewiesen, da wir aufgrund des Datenschutzgesetztes vorab immer erst die Zustimmung des Empfängers benötigen. Wenn Sie zukünftig Informationen über unser Sortiment oder unsere Angebote der Umwelt zuliebe per E-Mail erhalten möchten, können Sie sich hier anmelden.
  • Beim Druck von Informations- und Werbemedien achten wir auf die Verwendung von Umweltpapier.
  • Bei der Kundenkommunikation setzen wir verstärkt auf soziale Medien und weniger auf Print-Medien, Zeitungen oder Flyer.
  • Wenn ein postalischer Versand notwendig ist, dann immer mit dem »Go Green« Konzept, also durch E-Autos der Deutschen Post.
  • Wenn intern etwas ausgedruckt werden muss, dann auf »Schmierpapier«, das bereits rĂĽckseitig bedruckt ist.
  • Unsere Computer und Monitore erfĂĽllen neuste Energieeffizienz-Richtlinien.

6.mitarbeiter und soziales

  • Ausgezeichnet von der Landesregierung Baden-WĂĽrttemberg als ehrenamtsfreundlicher Betrieb und Auszeichnung als »Partner der Feuerwehr«: Bei uns arbeiten insgesamt fĂĽnf Feuerwehrleute der freiwilligen Feuerwehr von Durbach, die bei jedem Einsatz freigestellt werden und den Betrieb verlassen dĂĽrfen.
  • Als einer der größten Arbeitgeber im Ort tragen wir Verantwortung gegenĂĽber den Mitarbeitern, aber vor allem auch gegenĂĽber 230 Winzerfamilien im Ort.
  • Wir sind ein Ausbildungsbetrieb und bilden jedes Jahr mehrere junge Menschen als GroĂź- und AuĂźenhandelskaumann/-frau und Weintechnologen/-in aus.
  • Wir fördern das Gemeinwesen und engagieren uns fĂĽr die Belange der Gemeinde Durbach unter verschiedenen Aspekten (z.B. beim Spielplatzbau mit kostenlosen Barrique- und groĂźen Holzfässern, neugestaltete Blumenwiese vor der Genossenschaft, als GrĂĽndungsmitglied der BĂĽrgerstiftung Durbach und UnterstĂĽtzer regionaler Vereine).
  • Job Bike: Pro Mitarbeiter können 2 Job-Bikes geleast werden. Durch das Fördern des Fahrrads soll die Gesundheit der Mitarbeiter und
    der Abgas-AusstoĂź der Autos verringert werden.